Mit zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fand am 11. Juni 2026 das diesjährige CHEMIEPARK FORUM im Metall-Labor „Dr. Adolf Beck“ in Bitterfeld statt. Das bereits in dritter Ausgabe von der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH veranstaltete Netzwerktreffen bot erneut eine Plattform für Austausch rund um zentrale Themen der industriellen Transformation. Vor allem aber bot es einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und Vorhaben im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen und darüber hinaus.
Zum Auftakt begrüßte der Geschäftsführer der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Patrice Heine, die 90 Teilnehmenden und betonte die Bedeutung des Standorts als Innovationsmotor für nachhaltige industrielle Entwicklung. In ihren einleitenden Worten unterstrich er insbesondere die Rolle des Chemieparks als Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie und regionaler Wertschöpfung. Im Anschluss gewährten hochkarätige Referentinnen und Referenten in kompakten Vorträgen spannende Einblicke in aktuelle Projekte und Perspektiven:
• Dr. Daniela Pufky-Heinrich und Dr. Burkhardt Faßauer (Fraunhofer IKTS) stellten die neue Technologieplattform für Kreislaufwirtschaft und Verfahrenstechnik vor, die mit ihrer Eröffnung im Chemiepark ab Juli einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltigen Produktionsprozessen markiert.
• Prof. Dr. Ralf Wehrspohn (Forum Rathenau e.V.) beleuchtete die Chancen verkörperter Künstlicher Intelligenz für Innovationen in der Chemie und präsentierte die geplante Ansiedlung einer Außenstelle des Just Transition Center der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Bitterfeld-Wolfen.
• Florian Herrmann (DBI Unternehmensgruppe) hob hervor, wie essenziell eine leistungsfähige Infrastruktur für den Aufbau funktionierender Kohlenstoffkreisläufe ist und welche Rolle der Chemiepark hierbei einnimmt.
• Stefanie Schmidt-Pforte (IHK Halle-Dessau) stellte die Unternehmerinitiative anhalt+ als eine Dachmarke vor, die darauf abzielt, die Region Anhalt-Dessau-Wittenberg national und international noch sichtbarer zu machen.
Die Vorträge machten deutlich: Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen versteht sich als zentraler Ort für die Realisierung innovativer Lösungen in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und klimaneutrale Industrie. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Impulse in persönlichen Gesprächen bei einem gemeinsamen Mittagessen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Die offene und praxisnahe Atmosphäre des Forums wurde einmal mehr als großer Mehrwert hervorgehoben. Ein besonderes Highlight bildete am Nachmittag die geführte Busrundfahrt durch die fünf Chemiepark-Areale. Die Teilnehmenden erhielten exklusive Einblicke in die Infrastruktur, ansässige Unternehmen und hörten neben zahlreichen Anekdoten auch Spannendes aus der Historie des Standorts. Das CHEMIEPARK FORUM 2026 hat erneut gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und regionalen Akteuren für die erfolgreiche Transformation der Industrie ist. Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen positioniert sich dabei weiterhin als dynamischer Zukunftsstandort mit starker Innovationskraft und wachsender Strahlkraft über die Region hinaus.